16. Februar 2018

Neustrukturierung des DNE-Kerns 2018

(wiia) Mit Beginn des Jahres 2018 Arbeit das Diagnostisch-therapeutisches-Netzwerk Extremismus (DNE) der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH in einer neuen Struktur.
Der (prä-) diagnostisch-/psychotherapeutische Bereich, der mit den psychoanalytisch-psychotherapeutischen Psychologen Kerstin Sischka und Dr. Christoph Bialluch in Teilzeit besetzt war, durch Prof. Dr. Angelika Abrecht-Laermann flankiert, wurde in eine andere freie Trägerschaft verlagert.
Die Funktionen des psychologischen Clearings und der konsiliare (Fall-) Beratung wurde gestrafft und organisatorisch – klinisch-psychologisch grundiert – neu aufgesetzt. Es entstand die “DNE-Fachstelle Psychologisches Clearing und konsiliare Beratung”, die räumlich bundesweit und trägerintern sowie für definierte Partner nutzvoll agieren kann. Sie wird ab April komplett besetzt tätig werden. Die Funktionen werden in Zusammenarbeit mit anderen Netzwerkpsychologen bis dahin abgesichert.
Dazu wurde neu eine “DNE-Netwerkstelle Bund” eingerichtet, die die strategische Vernetzung und die Erfahrungstransfers in den psychologisch relevanten Arbeitsfelder der Extremismuspräemption und -bekämpfung, Deradikalisierung und Integration aus extremistischen Zusammenhängen Ausgestiegener voranbringen wird.
h.n.

Literatur – Im DNE gelesen

Diagnostisch-Therapeutisches Netzwerk Extremismus (DNE)

Das Diagnostisch-Therapeutisches Netzwerk Extremismus (DNE) ist eine Initiative und ein Projekt der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH

DNE reagiert auf den psychologischen Interventionsbedarf, der aus der Verstrickung von Individuen, Familien oder Gruppen in Radikalisierungs-, Distanzierungs- und Ausstiegsprozessen aus extremistischen Gruppen und Bewegungen herrührt.

Um einen Beitrag zur erfolgreichen Deradikalisierung zu leisten, unterstützt das Diagnostisch-therapeutische-Netzwerk Extremismus (DNE) bundesweit die Initiativen EXIT-Deutschland, HAYAT-Deutschland mit der Beratungsstelle HAYAT und die ZDK-Clearingstelle HAYAT-Flucht in der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH sowie deren Partner in der Deradikalisierungsarbeit. Dazu gehört auch die Beratungsstelle Radikalisierung des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge (BAMF).

Im Mittelpunkt steht die Flankierung der Distanzierungsarbeit und des Ausstiegs- und Integrationsmanagement und derer Qualität, sofern ein besonderer psychologischer Bedarf sichtbar wird.

Dabei werden individuelle Interessen, Freiheiten und Rechte ebenso beachtet wie das Recht auf Sicherheit aller. Die Ethik des Handelns wird vom rechtsstaatlichen Verständnis der Freiheit und Würde des einzelnen Menschen und den Grundrechten der Artikel 1-19 GG in jeweiliger Güterabwägung im Konkurrenzfall bestimmt.

Die Tätigkeit des Diagnostisch-therapeutischen-Netzwerkes Extremismus (DNE) wird wie alle Initiativen und Projekte der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH nicht von staatlichen Stellen bestimmt und geführt. Sie ist politisch unabhängig, folgt fachlichen Leitbildern und bestehenden allgemein anerkannten Standards in den jeweiligen Tätigkeitssegmenten. Standards von staatlichen Sicherheitsbehörden, die nicht allgemein und gesetzlich anerkannt sind, gelten nicht für die Tätigkeit des DNE. Nachrichtenaustausche erfolgen nicht.

Die duale fachliche Steuerungsstruktur der Initiative und des Projekts Diagnostisch-therapeutisches-Netzwerk Extremismus (DNE) in der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH in Berlin ist seit 2018 in zwei Arbeitsstellen gegliedert:

  • DNE-Fachstelle Psychologisches Clearing und konsiliare Beratung
  • DNE-Netzwerkstelle – Bund



Das Diagnostisch-Therapeutisches Netzwerk Extremismus wird als Modellprojekt vom Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend im Rahmen des
Bundesprogramms Demokratie leben! gefördert.