26. August 2015

Rechtsextreme "Zonen der Angst"? Zur psychosozialen Situation von Flüchtlingen in einer ostdeutschen Kleinstadt

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift psychosozial ist ein Artikel von unserer Mitarbeiterin Kerstin Sischka zur psychosozialen Situation von Flüchtlingen in einer ostdeutschen Kleinstadt erschienen. Der Artikel basiert u.a. auf Gesprächen mit Flüchtlingen, die im Rahmen einer Feldforschung durchgeführt wurden, und führt eine psychosoziale Perspektive in die lokale Demokratieentwicklung ein. Anhand der Lebenssituation von Flüchtlingen in einer ländlichen Kleinstadt wird untersucht, wie sich traumatische Fluchterlebnisse mit dem alltäglichen und institutionellen Rassismus und dem Erleben rechtsradikaler Bedrohung verknüpfen. Das Konzept der sequenziellen Traumatisierung wird als ein sensibilisierendes Konzept für eine notwendige Einbeziehung der Flüchtlinge in die lokale Demokratieentwicklung und Antirassismusarbeit vorgeschlagen.